China: Yunnan

06.10. - 01.11.2011: Shangri-la - Grenze zu Myanmar

Wolken an den steilen Hängen des Nujing Tals
Wolken an den steilen Hängen des Nujing Tals

Nach einer erzwungenen Pause in Shangri-la wegen einem Schnitt oder Riss in meiner Zunge mache ich mich am 16.10. zusammen mit Roli aus St.Gallen per Bus auf nach Dequin. Roli ist seit zweieinhalb Jahre unterwegs und auch er will noch nicht in den Süden radlen. Da fast auf der gesamten Strecke bis Dequin eine staubige Baustelle ist, nehmen wir am ersten Tag den Bus und fahren von Shangri-la hinunter ins Yangtze-Tal und dann über den Pass ins Mekong-Tal. Dequin liegt auf ca. 3'400m und fast gegenüber dem majästetischen 6'700m hohen Meili Xueshan oder tibetisch Karwa Karpo. Es ist ein Abschiednehmen von Tibet und den Schneebergen. Wir verbringen den ganzen Tag beim Aussichtspunkt und schauen einfach den schönen Berg an.

 

Am nächsten Tag fahren wir 1'500m hinunter ins Mekongtal. Hier ist der Mekong noch kein Dschungelfluss, die Umgebung ist staubtrocken und es wachsen höchstens ein paar Büsche und Nadelbäume. Unser Plan ist es, einen Guide und Maultiere anzuheuern und über den Säumerpfad über den steilen 4'000m hohen Pass hinüber ins Nujiangtal zu gelangen. In dieses Tal gibt es nur eine fahrbare Strasse und die führt einige hundert Kilometer weiter südwärts ins Tal hinein. In dem kleinen Dörfchen am Fusse des Aufstieges finden wir jemanden, der uns hinüberführen kann. Die Reise dauert mindestens zwei Tage und wir müssen auch für die Rückkehr der Kulis zahlen. Fuer Roli ist das su teuer und so trennen wir uns am nächsten Tag. Ich packe meine Packtaschen auf das Maultier und schiebe das Fahrrad. Begleitet werde ich von zwei "Horsewomen". Der Aufstieg ist unglaublich: Es geht von etwa 1'900m rauf auf knapp 4'000m und dann auf der anderen Seite ebenso steil wieder runter auf 1'700m! Der Weg ist bestenfalls ein Pfad und fürht über Wurzeln und Steine. Auf der Nujiang-Seite sind die steil abfallenden Hänge mit dichtestem Wald bewachsen und der Pfad ist oft schlammig. Wir sehen aus der Ferne einen Schwarzbären den Hang entlagkraxeln. Der Wald hier oben hängt meistens in Wolken und entsprechend hängen Flechten von den Bäumen, Moos wächst überall und allerlei Pflanzen wachsen auf den Bäumen. Extrem schön, Natur pur! Wir übernachten in einem Holzunterstand. Nach zwei Tagen komme ich im Nujiangtal völlig ko an.

 

Von hier führt eine Strasse ein Stück nach Norden nach Tibet hinein (für Touristen gesperrt) bzw. nach Süden einige hundert Kilometer bis fast an die Grenze zu Myanmar. Das ist dann auch die Richtung, die ich einschlage und für die folgenden fünf Tage fahre ich alles dem Fluss entlang durch diesen grünen Canyon umgeben von bis zu 5'000m hohen Bergen. Es gibt wirklich nur diese Nord-Südstrasse und keine Abzweigung für fünf Tage. Am sechsten Tag nutze ich die erste Möglichkeit, westwärts über das Gebirge zu fahren. Von 600m geht es durch Bananen- und Kaffeeplantagen rauf auf 2'100m. ufff! Die Anstrengung ist die Mühe wert: Am Abend habe ich einen super Sonnenuntergang auf der Passhöhe. Tags darauf fahre ich weiter westwärts nach Tengchong, wo es heisse Quellen und einige erloschene Vulkane gibt. Hier oben ist es angenehm kühl und es erstrecken sich weite Nadelwälder. Sehr schönes Städtchen und sehr schöne Umgebeung! Noch weiter südwaerts ist dann die Grenze zu Myanmar und die ist wirklich für Touristen geschlossen!

 

Nach fast vier Monaten China bin ich etwas chinamuede und will einfach nur raus und in ein anderes Land, eine andere Kultur. Darum nehm ich von der Grenzstadt Ruili einen 24h-Nachtbus nach Jinghong in der Naehe der Grenze zu Laos. Von hier ist es noch eine Dreitages-Reise durch den suedostasiatischen Regenwald bis zur Grenze. Ich verlasse China am letzten Tag meines Visums.

02.11 - 08.11.2011: Jinghong - Grenze zu Laos

Der botanische Garten in Menglun
Der botanische Garten in Menglun

Nach fast vier Monaten China bin ich etwas chinamüde und will einfach raus und in ein neues Land, eine andere Kultur. Darum nehm ich von der Grenzstadt Ruili einen 24h-Nachtbus nach Jinghong in der Nähe der Grenze zu Laos. Von hier ist es noch eine Dreitages-Reise durch den südostasiatischen Regenwald bis zur Grenze. Ein sehr schöner botanischer Garten in Menglun (siehe Bild) mitten im Regenwald ist mir ein ganztägiger Besuch wert. Hier besuche ich den Schottischen Biologen Rat, den ich zwei Wochen zuvor ganz oben im Nujinagtal kennengelernt habe und der im botanischen Garten mit seiner Familie wohnt und arbeitet. Nach zwei Tagen Fahrt durch hügelige Plantagen und Dschungel verlasse ich China am letzten Tag meines Visums.

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Coming home 2

Coming home 10 months after I have left
Coming home 10 months after I have left

Going for a big journey is one thing, but coming home is another. Just today I've got a qoutation from Albert Camus from a cycling buddy:

 

"What gives value to travel is fear. It breaks down a kind of inner structure we have... Far from our own language, stripped of all our props... we are completely on the surface of ourselves. But also, soul-sick, we restore to every being and every object its miraculous value."

 

I think this is very true and gets the very point of the adventure of going for a big journey. And now coming home is another adventure. And it breaks down another inner structure again. After so many months on the road with no home but the tent or a hotelroom, the routine of getting on the bike every morning, looking at the sky and the weather, the impression of so many so different people, animals, landscapes, sounds, smells coming home is like another big adventure. An adventure at least as big as the going away. Coming home with all these impressions, life will never be the same again.

 

After two months of asylum at my parents house in the north east of Switzerland I found a place to stay in Zurich in April. So it was time to go for the last bit of my journey: riding the 80km back home to Zurich. I took some small roads through the hills of the Hinterthurgau, crossed the Lake of Zurich on a ferry and reached Zurich Wollishofen almost exactly 10 months after I have left the town by bike (see photo).

 

This is the end of my journey.

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From +30 to -20 degrees Celsius

Snowcovered hills back home
Snowcovered hills back home

Taking a plane with a bicycle always makes me a little bit nervous since there seem not to exist any definitive regulations and it always depends partly on the goodwill of the clerk at the check-in desk. After organizing a carboard-box for the bike and a taxiride to Bangkok International Airport I was checking in as early as possible with 38kg instead of the allowed 30kg. The woman at the counter did some phonecalls but in the end gave me boardingpass and ticket and I didn't have to pay any overweight!! Yeeeesss! It could have been 40$/kg overweight!

 

After one night in Colombo my plane to Switzerland took off at noon on February, 3 and by sunset we landed in Zurich. The temperature outside: minus 11 degrees Celsius and still dropping! And it dropped as far as minus 22 degrees the following night. The next day - exactly eight months after my departure - I cycled the last few km back home through a beautiful snowcovered landscape.

 

Total time: 8 months

Total km: 8'864 km

Total countries: 7 (Uzbekistan, Tajikistan, Kirgistan, China, Laos, Cambodia, Thailand)

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The dewdrop has reached the ocean

After more or less eight months and 8800km of cycling I have reached the crystal clear waters of the Gulf of Thailand.

 

After two weeks in Chiang Rai I missed my bicycle. So I took a bus down to Bangkok again just to take my bicycle on the train and head for the Cambodian border at Aranya Prathet where I crossed the border three weeks before. I decided to make a little detour through Cambodia before heading south to the sea. I passed through the colonial City of Battambang and continued from there south to the borderprovince of Pailin, known for gemstones and beeing the last "Khmer Rouge Resort". From here I cycled straight down to Trat at the Gulf of Thailand and took a boat to the remote jungle-island of Koh Kut (picture).

 

The Island is the perfect lonely-beach-paradise and endpoint of my pilgrimage from the Central Asian deserts over the Himalayan Plateau to the jungles of Southeast Asia. So I pass my remaining days here at the white beaches of Koh Kut.

 

On february, 2 my flight leaves at 7 p.m. from Bangkok International Airport direction Switzerland...

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