Tajikistan

15.-22.06.2011: Taschkent - Duschanbe

Der Iskander-Kul oder Alexander-See
Der Iskander-Kul oder Alexander-See

Abfahrt von Taschkent Richtung Süden zusammen mit Fred und Wendy aus Australien. Sie haben die gleiche Route wie ich allerdings können sie erst morgen nach Tajikistan rein. Wir fahren frühmorgens ab und bereits am Stadttrand von Taschkent, nach nur 15 km, habe ich bereits den ersten Platten... Das fängt ja schön an! Nach dem Wechsel geht es dann weiter mit gutem Rückenwind mit 20km/h Richtung Tajikistan. Nach etwa 70km lasse ich Fred und Wendy zurück, da ich noch heute über die Grenze möchte. Nach einem langen Tag und etwa 120 km verbringe ich meine erste Nacht im Zelt in Tajikisten irgendwo neben einem Feld.

 

Aufstehen um 5.30 Uhr, Frühstück und Losfahrt bevor es zu heiss wird. Hier wäre Wüste, wenn nicht so extensiv bewässert werden würde! Heute Nacht habe ich nicht gut geschlafen, da es gewindet hat und ich Angst um mein Zelt und mich hatte. Kein sehr guter Start im neuen Land. Der Tag wird verdammt heiss, das Thermometer auf meinem Velocomputer zeigt wie auch schon am Tag zuvor konstant zwischen 40 und 44 Grad und meistens fahre ich nur gerade 5-10 km/h wegen der schlechten Schotterstrasse, der Grenze entlang Richtung Süden. Es ist richtig heiss und ich bin dazu noch übermüdet. Um 12 Uhr mach ich 1.5 Stunden Halt in einem Busshäuschen mitten im Nowhere. Nachher geht es weiter km um km und 1.5 Literflasche um 1.5 Literflasche. Am Abend komme ich geschafft in Istaravshan in einem Bed&Breakfast völlig k.o. an. Ich esse noch zu Nacht und möchte nur noch schlafen. Ich nehme mir keinen Plan für morgen vor, ausser  auszuruhen und wieder zu Kräften zu kommen.

 

Bin erst gegen 10 Uhr aufgestanden und habe gefrüstückt und Geld gewechselt. Bis ich auf dem Velo sitze, ist es erst 13 Uhr. Heute mache ich nur etwa 35km und zelte wieder draussen.


Heute gleich zweimal einen Platten! Zum Glück habe ich gestern Abend noch den alten Schlauch geflickt. Heute steht der 3'378m hohe Shakristan-Pass an. D.h. 1'600m uphill! Ich fahre bis 2'500m und esse dort zu Mittag eine Suppe. Von dort geht die einmalige Schotterpiste in den Himmel hoch. Der Verkehr bleibt gleich, d.h. Lastwagen und 4WD, Opel und Mercedes fahren voll beladen hoch und runter, eine linke oder rechte Fahrtspuhr gibt es nicht. Nach einem Regenschauer verwandelt  sich die Strasse nach etwa 2/3 in ein Flussbett und als es auf 2'900m auch noch anfängt zu hageln, nimmt mich netterweise ein Jeep mit. Ich sehe in der Ferne bereits den Pass, aber eben, bei diesem Wetter ist es viel angenehmer im Jeep als auf dem Velo. Der Fahrer fährt mich über den Pass bis die asphaltierte Strasse wieder beginnt und siehe da, da treffe ich wieder auf Fred und Wendy, die auch gerade ihre Regenklamotten ausziehen. den super Downhill fahren wir mit 60-70km/h und zelten in einem privaten Aprikosengarten in Ayni im dahinter liegenden Zeravshan-Tal. Die Landschaft hier ist wieder wüstenartig trocken.

 

Fahrt von Ayni zum Alexander-Lake (Iskander-Kul), d.h. wieder von 1'400m auf 2'300m hoch und dort Übernachtung direkt am See. Sehr schön!  Strasse: Natürlich Schotterpiste, was denn sonst...

 

Fahrt vom Iskander-Kul zuerst wieder runter ins Tal auf 1'600m und dann wieder hoch auf 2'600m zum Anzob-Tunnel. Diese Strasse ist tadellos geteert und wunderschön zu fahren. Der Tunnel ist aber eine Klasse für sich. Mit dem Velo schlichtweg nicht machbar, da er in einem desolaten Zustand ist: 30cm Schlaglöcher, keine getrrennte Fahrtrichtung, überall Wasserlachen, Auto- und Lastwagenpannen und Leute die mit Taschenlampen probieren, diese zu beheben und natürlich das ganze in absoluter Finsternis. Immerhin nur 5km lang. Wir machen am Eingang des Tunnels Autostopp und ich kriege sofort eine Mitfahrgelegenheit, Fred und Wendy kommen eine Stunde später nach. Auf der anderen Seite sieht es aus wie in den Alpen: Schneebedeckte Berge, grüne Hänge und tiefe Täler mit Bächen darin. Wir fahren zwei Stunden downhill bis etwa 30 km vor Duschanbe, der Hauptstadt von Tajikistan und campen hier am Fluss.

 

Am nächsten Tag fahren wir früh nach Duschanbe und suchen uns ein gutes Guesthouse. Das Adventurers Inn ist super und wir können im Garten für 5 Dollar unsere Zelte aufstellen. Einkäufe machen und Relalxing bevor es in den Pamir geht.

 

Abfahrt von Taschkent Richtung Süden zusammen mit Fred und Wendy aus Australien. Sie haben die gleiche Route wie ich allerdings können sie erst morgen nach Tajikistan rein. Wir fahren frühmorgens ab und bereits am Stadttrand von Taschkent nach nur 15 km habe ich bereits den ersten Platten... Das fängt ja schön an! Nach dem Wechsel geht es dann weiter mit gutem Rückenwind mit 20km/h Richtung Tajikistan. Nach etwa 70km lasse ich Fred und Wendy zurück, da ich noch heute ueber die Grenze möchte. Nach einem langen Tag und etwa 120 km verbringe ich meine erste Nacht im Zelt in Tajikisten irgendwo neben einem Feld.

 

Aufstehen um 5.30 Uhr, Frühstück und Losfahrt bevor es zu heiss wird. Hier wäre Wüste, wenn nicht so extensiv bewässert werden würde! Heute Nacht habe ich nicht gut geschlafen, da es gewindet hat und ich Angst um mein Zelt und mich hatte. Kein sehr guter Start im neuen Land. Der Tag wird verdammt heiss, das Thermometer auf meinem Velocomputer zeigt konstant wie auch schon am Tag zuvor zwischen 40 und 44 Grad an und meistens fahre ich mit nur gerade 5-10 km/h wegen der Schotterstrasse, der Grenze entlang Richtung Süden. Es ist richtig heiss und ich bin dazu noch übermüdet. Um 12 Uhr mach ich 1.5 Stunden Halt in einem Busshäuschen mitten im Nowhere. Nachher geht es weiter km um km und 1.5 Literflasche um 1.5 Literflasche. Am Abend komme ich geschafft in Istaravshan in einem Bed&Breakfast völlig k.o. an. Ich esse noch zu Nacht und möchte nur noch schlafen. Ich nehme mir keinen Plan für morgen vor, ausser  auszuruhen und wieder zu Kräften zu kommen.


Bin erst gegen 10 Uhr aufgestanden und habe gefrüstückt und Geld gewechselt. Bis ich auf dem Velo sitze ist, ist es erst 13 Uhr. Heute mache ich nur etwa 35km und zelte wieder draussen.


Heute gleich zweimal einen Platten! Zum Glück habe ich gestern Abend noch den alten Schlauch geflickt. Heute steht der 3'378m hohe Shakristan-Pass an. D.h. 1'600m uphill! Ich fahre bis 2'500m und esse dort zu Mittag eine Suppe. Von dort geht die einmalige Schotterpiste in den Himmel hoch. Der Verkehr bleibt gleich, d.h. Lastwagen und 4WD, Opel und Mercedes fahren voll beladen hoch und runter, eine linke oder rechte Fahrtspuhr gibt es nicht. Nach einem Regenschauer verwandelt  sich die Strasse nach etwa 2/3 in ein Flussbett und als es auf 2'900m auch noch anfängt zu hageln, nimmt mich netterweise ein Jeep mit. Ich sehe in der Ferne bereits den Pass, aber eben, bei diesem Wetter ist es viel angenehmer im Jeep als auf dem Velo. Der Fahrer fährt mich ueber den Pass bis die asphaltierte Strasse wieder beginnt und siehe da, da treffe ich wieder auf Fred und Wendy, die auch gerade ihre Regenklamotten ausziehen. Den super Downhill ins dahinterliegende trockene aber wunderschöne Zeravshan-Tal fahren wir zusammen mit 60-70km/h und zelten in einem privaten Aprikosengarten in Ayni. Die landschaft hier ist wieder wüstenartig.

 

Fahrt von Ayni zum Alexander-Lake (Iskander-Kul), d.h. wieder von 1'400m auf 2'300m hoch und dort Übernachtung direkt am See. Sehr schön!  Strasse: Natürlich Schotterpiste, was denn sonst...:)


Fahrt vom Iskander-Kul zuerst wieder runter ins Tal auf 1'600m und dann wieder hoch auf 2'600m zum Anzob-Tunnel. Diese Strasse ist tadellos geteert und wunderschön zu fahren. Der Tunnel ist aber eine Klasse für sich. Mit dem Velo schlicht nicht machbar, da er in einem desolaten Zustand ist: 30cm Schlagloecher, keine like oder rechte Fahrspuhr, überall Wasserlachen, Auto- und Lastwagenpannen und Leute die mit Taschenlampen probieren, diese zu beheben und natürlich das ganze in absoluter Finsternis! Immerhin nur 5km lang. Wir machen Autostopp am Tunneleingang und ich kriege sofort eine Mitfahrgelegenheit, Fred und Wendy kommen eine Stunde später nach. Auf der anderen Seite des Tunnels sieht es aus wie in den Alpen: Schneebedeckte Berge, grüne Hänge und tiefe Täler mit Bächen darin. Wir fahren zwei Stunden downhill bis etwa 30 km vor Duschanbe, der Hauptstadt von Tajikistan und campen hier am Fluss.


Am nächsten Tag fahren wir früh nach Duschanbe und suchen uns ein gutes Guesthouse. Das Adventurers Inn ist super und wir können im Garten für 5 Dollar unsere Zelte aufstellen. Einkäufe und Relalxing bevor es in den Pamir geht.

Duschanbe - Khorog: 23.06. - 01.07.2011

Unterwegs von Duschanbe nach Khorog
Unterwegs von Duschanbe nach Khorog

Die ersten 110 km von Duschanbe sind super Teerbelag und so machen wir an einem Tag auch fast 110km bevor wir am Abend gegenüber der Staudamm-Baustelle bei Rogan auf einer Schaafwiese übernachten. Am nächsten Tag hört die gute Strasse abrupt auf und es beginnt Schotterbelag abwechselnd mit einigen Teerresten. Und das für die nächsten vier Tage! Es ist kaum zu glauben, dass diese Strasse (siehe Foto) eine der beiden einzigen Zufahrtstrasse in den Pamir ist und von chinesischen Sattelschleppern und 4WDs befahren wird. Allerdings hält sich der Verkehr sehr in Grenzen und wir haben die Strasse meistens für uns alleine. Wenn aber ein Lkw kommt, heisst es zur Seite springen. Und ja, ich fahre mit Helm. Ist ein guter Schattenspender bei diesen Temperaturen und hier gilt halt eben auch 'might is right' und als Velofahrer ist man nicht gerade mighty.

 

Durchschnittsgeschwindigkeit liegt meistens bei eta 5-10km/h und wir kommen nur langsam etwa 50km pro Tag voran. Die Schotterpiste ist mit all dem Gepäck anstrengend zu fahren und braucht viel Konzentration aber die Landschaft ist wunderschön und wir kommen immer mehr in die Berge hinein bis wir zum 3'250m hohen Kaburabot-Pass kommen. Vorher passieren wir noch zwei Polizei-Kontrollposten, wo wir wie üblich unseren Pass zeigen müssen und registriert werden. Bisher hatten wir keine negativen Erlebnisse mit der Polizei oder mit dem Militär.

 

Der Kaburabot-Pass ist einfacher zu fahren als ich zuerst befürchtete oder vielleicht bin ich mittlerweile auch schon etwas roadproof und nehm die Steigung und die Schotterstrasse als unausweichlich hin. Im letzten Dorf vor dem Pass müssen wir noch Fotos von Jens und Zuska - einem Bikerpaar, das wir in Duschanbe getroffen haben - bei einer Familie abgeben. Sie freuen sich und die Fotos machen schnell die Runde im Dorf (drei Häuser). Wir bleiben aber nur zu Mittag, da wir heute noch über den Pass und etwas weiter unten campen wollen. Nach der langen Überquerung passiert es dann: Am Abend liege ich im Zelt und schaue mir mit der Stirnlampe die Fotos der letzten Tage an und ich weiss nicht wie, aber durch eine Unaufmerksamkeit lösche ich alle bisherigen Fotos der Reise auf meiner Digitalkamera! Alles weg! Zum Glück habe ich noch ein par Fotos mit meiner Analog-Kamera gemacht und ich kann ein paar Fotos von Fred haben. Aber das scheisst ganz schön an! Bisher das grösste Ärgernis der Reise.

 

Am Ende der Abfahrt vom Pass gibt es einen Militär-Posten, wo wir unsere Pamir-Bewilligung zeigen müssen und wir registriert werden. In Kalaikum pfeifft uns die örtliche Polizei zu sich, dass wir uns auch noch registrieren müssen, was theoretisch nicht nötig ist. Diese Polizisten sind nur dämlich und quasseln auch etwas von Dollars und Somoni. Aber wir lächeln immer recht freundlich und reden in englisch oder schweizerdeutsch, wie schön Tajikistan ist, woher wir kommen und wohin wir fahren. Nachdem alles registriert ist, können wir gehen. Dämliche Polizisten!

 

Von hier an fahren wir bis Khorog für vier Tage dem Panji-Fluss entlang, der die Grenze zwischen Tajikistan und Afghanistan bildet. Ist schon eindrücklich, eine so andere Welt in nur 50m Entfernung zu sehen. Nicht dass die Frauen dort alle in Burkas herumlaufen müssen. Die Kleidung ist nicht viel anders als auf dieser Seite des Flusses, aber die Strassen, Häuser usw. sind wie im Mittelalter: Autos gibt es keine, alle sind nur zu Fuss oder mit dem Esel unterwegs, die Häuser sind braune Lehmbauten und das Getreide wird von Hand geschnitten,  zusammengebunden und mit dem Esel abtransportiert. Das Panjital ist hier extrem eng und vom Fluss ragen die Berge senkrecht in den Himmel hoch. Alles ist trocken und staubig und nur wo ein Bach von den Bergen runterkommt gibt es eine kleine,grüne Oase im Braun und Beige mit ein paar Häusern und Getreidefeldern.

 

Da dies eine Grenze mit kriegerischer Vergangenheit ist, warnen immer wieder Schilder vor Minen dem Ufer entlang und man muss sogar aufpassen, wenn man weg von der Strasse pinkeln will, was nicht zu empfehlen ist. Ein Reisender, der auch hier im Guesthouse in Khorog war, sah seinen Fuss beim Geschäfterledigen nur wenige Zentimeter neben einer alten Mine! Entsprechend sieht man auch immer wieder Teams am Minen suchen und entschärfen. Seit gestern Nacht weiss ich auch wie der Klang einer Kalaschnikov klingt. Das ist etwas übertrieben, denn ich habe nur das Entsichern gehört, das dafür mitten in der Nacht nur wenige Meter neben unserem Zelt! Eine der Militärpatroullien, die regelmässig dem Fluss entlang laufen, sah wohl in der Nacht unsere Zelte abseits der Strasse neben einem Haus und sind gekommen. Fred hat dann mit der Taschenlampe sich selbst angeleuchtet und uns als harmlose Touristen ausgewiesen. Die Militaers haben sich dann entschuldigt und sind wieder abgezogen.

 

Heute bin ich in Khorog im Lalmo Homestay, das ich sehr empfehlen kann. Hier ist endlich wieder einmal Zeit, eine Dusche zu nehmen, das Velo ein bisschen zu waschen, die Kette zu reinigen und Einkäufe zu machen bevor es in den Pamir geht. In den zwei Wochen, in denen ich nun hier in Tajikisten bin, habe ich immer im Zelt übernachtet und gestern war die ersten Nacht wieder einmal in einem Haus mit Mauern und auf einer Matraze. Entsprechend wenig Geld habe ich bisher hier ausgegeben, was für mein Budget erfreulich ist.

 

Bisher sind etwa 1000km seit Taschkent gefahren.

 

Khorog - Sary Tash (Pamir Highway): 03.07. - 13.07.2011

Durch dieses Flusstal geht die Strasse auf das Pamir Plateau
Durch dieses Flusstal geht die Strasse auf das Pamir Plateau

In Khorog trennen Fred & Wendy und ich uns, da die beiden Australier ein längeres Tajikistan-Visum haben als ich. Ich nehme den Pamir Highway, der hier beginnt und Fred & Wendy machen noch ein kleine Detour durch eine Seitental. Der Strassenbelag ist ab hier fast den ganzen Pamir Highway recht gut und meistens geteert. Gleich nach Khorog versucht ein Polizeiposten mir noch halbherzig ein paar Somoni abzuknüpfen, indem er sagt "Visum no good!", "Problem". Ich tue, was ich in solchen Situationen immer tue: freundlich lächeln und von der Schönheit Tajikistans, der Berge und der wundervollen Natur zu schwärmen und einfach nicht auf seinen Verunsicherungsversuch einzugehen. Das klappt dann auch und nach einer viertel Stunde bin ich dann wieder auf dem Highway unterwegs. Von hier steigt der Highway stetig aber nicht steil, so dass ich am ersten Tag schon 85km machen kann. ich übernachte bei einer Familie im Garten. Als der Hausherr am Abend nach Hause kommt, ist er aber entrüstet, dass ich im Garten und nicht in seinem Haus übernachte. D.h. um 21.30 in der Dunkelheit aufstehen und alles in sein Pamir-Haus zügeln und dort nochmals mit ihm zu Nacht essen. Irgendwie hole ich mir aber entweder hier oder schon vorher in Khorog etwas und ich habe richtig guten Durchfall, so dass ich am zweiten Tag nichts esse und nur 50km bis zu den heissen Quellen von Jelandy mache, wo ich zwei Nächte bleibe und den Durchfall auskuriere.

 

Nach diesem frühen Zwischenstopp mache ich mich wieder auf zum ersten 4'000er Pass hinauf auf das Pamir-Plateau. Schon nach einer Stunde treffe ich mitten im Noman's Land wieder auf Fred & Wendy, die ihre Velos stossend von einem Berg herunter auf den Pamir Highway kommen. Also fahren wir wieder zusammen, verabschieden uns aber schon wieder am Abend. Ich mache einen kleinen Abstecher zu einem See und verbringe dort die Nacht bei einer Familie.

 

Am nächsten Tag fahre ich mit super Rückenwind über das Pamirplateau durch ein langes sehr fruchtbares Hochtal (4'000-4'300m), wo Yakherden weiden und Yurten verstreut sind. Da ich so einen guten Rückenwind habe, fahre ich über 100km und campe hinter dem Pass auf etwa 4'200m, wo es nicht mehr so windig ist. Die Höhe und die Temperatur sind kein Problem. Am nächsten Tag fahre ich etwas runter nach Murghab, wo ich ein paar Einkäufe machen kann und in einem kleinen Resti beim Schiffscontainer-Basar wieder auf Fred & Wendy treffe! Ich fahre aber am gleich Tag noch weiter, weil ich tags darauf den 4600m hohen Ak Baital (Weisses Pferd) Pass machen möchte. Fred & Wendy bleiben die Nacht in Murghab. Hier ist die Landschaft wieder mondmässig, sehr trocken und karg mit Bächen und Flüssen und schneebedeckten 5'000ern und 6'000ern im Hintergrund.

 

Der Ak Baital Pass ist sehr wüstenähnlich und hier hat es wiklich nichts mehr. Auch die chinesischen Trucks biegen in Murghab nach China ab und hier kommen 4-5 Autos pro Tag vorbei. Ich geniesse die Stille hier oben. Die letzten 4km des Passes sind dann etwas anstrengend und ich fahre oft nur 50 oder 100m und muss dann wieder gut durchatmen. Aber es ist nie ein Knorz. Hinter mir zieht seit Murghab immer ein bisschen eine Schlechtwetterfront her und ich möchte nicht dass sie mich einholt. Über mir ist immer blauer Himmel, allerdings nimmt der Wind schon vor dem Pass recht zu. Ich übernachte nach der Abfahrt des Passes auf der anderen Seite in einer kirgisischen Yurte. Es ist wirklich kaum zu glauben wie ruhig und warm es da drinn ist, auch wenn es draussen windet und schneit. Das Essen ist hier allerfrischstes Brot, Kefir und Pasta-Suppe.

 

Am nächsten Tag folgt ein kurzer Tag bis zum Karakol-See auf 4'000m. Ein riesiger tiefblauer, lebloser Salzsee. Hier komme ich so um 13 Uhr zum Mittagessen an und kaum fertig gegessen holt mich hier die Schlechtwetterfront ein. Ein guter Tag, eine Fahrpause einzulegen. Am nächsten Tag scheint wieder die Sonne und einige der umliegenden Berge sind frisch mit Schnee gepudert. Ist wunderschön der See mit der Mondlandschaft darum herum und den weissen 6'000er und 7'000ern im Hintergrund. Am gleichen Tag überquere ich die Grenze nach Tajikistan, zwei Tage bevor mein Visum abläuft.

 

Blog


Coming home 2

Coming home 10 months after I have left
Coming home 10 months after I have left

Going for a big journey is one thing, but coming home is another. Just today I've got a qoutation from Albert Camus from a cycling buddy:

 

"What gives value to travel is fear. It breaks down a kind of inner structure we have... Far from our own language, stripped of all our props... we are completely on the surface of ourselves. But also, soul-sick, we restore to every being and every object its miraculous value."

 

I think this is very true and gets the very point of the adventure of going for a big journey. And now coming home is another adventure. And it breaks down another inner structure again. After so many months on the road with no home but the tent or a hotelroom, the routine of getting on the bike every morning, looking at the sky and the weather, the impression of so many so different people, animals, landscapes, sounds, smells coming home is like another big adventure. An adventure at least as big as the going away. Coming home with all these impressions, life will never be the same again.

 

After two months of asylum at my parents house in the north east of Switzerland I found a place to stay in Zurich in April. So it was time to go for the last bit of my journey: riding the 80km back home to Zurich. I took some small roads through the hills of the Hinterthurgau, crossed the Lake of Zurich on a ferry and reached Zurich Wollishofen almost exactly 10 months after I have left the town by bike (see photo).

 

This is the end of my journey.

0 Kommentare

From +30 to -20 degrees Celsius

Snowcovered hills back home
Snowcovered hills back home

Taking a plane with a bicycle always makes me a little bit nervous since there seem not to exist any definitive regulations and it always depends partly on the goodwill of the clerk at the check-in desk. After organizing a carboard-box for the bike and a taxiride to Bangkok International Airport I was checking in as early as possible with 38kg instead of the allowed 30kg. The woman at the counter did some phonecalls but in the end gave me boardingpass and ticket and I didn't have to pay any overweight!! Yeeeesss! It could have been 40$/kg overweight!

 

After one night in Colombo my plane to Switzerland took off at noon on February, 3 and by sunset we landed in Zurich. The temperature outside: minus 11 degrees Celsius and still dropping! And it dropped as far as minus 22 degrees the following night. The next day - exactly eight months after my departure - I cycled the last few km back home through a beautiful snowcovered landscape.

 

Total time: 8 months

Total km: 8'864 km

Total countries: 7 (Uzbekistan, Tajikistan, Kirgistan, China, Laos, Cambodia, Thailand)

1 Kommentare

The dewdrop has reached the ocean

After more or less eight months and 8800km of cycling I have reached the crystal clear waters of the Gulf of Thailand.

 

After two weeks in Chiang Rai I missed my bicycle. So I took a bus down to Bangkok again just to take my bicycle on the train and head for the Cambodian border at Aranya Prathet where I crossed the border three weeks before. I decided to make a little detour through Cambodia before heading south to the sea. I passed through the colonial City of Battambang and continued from there south to the borderprovince of Pailin, known for gemstones and beeing the last "Khmer Rouge Resort". From here I cycled straight down to Trat at the Gulf of Thailand and took a boat to the remote jungle-island of Koh Kut (picture).

 

The Island is the perfect lonely-beach-paradise and endpoint of my pilgrimage from the Central Asian deserts over the Himalayan Plateau to the jungles of Southeast Asia. So I pass my remaining days here at the white beaches of Koh Kut.

 

On february, 2 my flight leaves at 7 p.m. from Bangkok International Airport direction Switzerland...

1 Kommentare